Grubenentsorgung in der Wohnbebauung

Mehr als 99 Prozent der Einwohner Schwerins sind an das Kanalnetz angeschlossen. Aber nicht für alle Grundstücke ist ein Anschluss sinnvoll. Es gibt auch in Schwerin entlegene Grundstücke für die ein zentraler Anschluss an das öffentliche Kanalnetz wirtschaftlich nicht sinnvoll ist und die deshalb ihr Abwasser dauerhaft über eine abflusslose Sammelgrube oder eine Kleinkläranlage entsorgen müssen. Die Entscheidung, ob ein Grundstück angeschlossen wird, oder ob der Grundstückseigentümer eine Sammelgrube oder Kleinkläranlage errichten muss, trifft die SAE gemeinsam mit dem Grundstückseigentümer und der Wasserbehörde, sobald ein Grundstückseigentümer einen Antrag zum Anschluss an die öffentliche Entwässerung gestellt hat. Antrag auf Erlaubnis zum Anschluss an eine öffentliche Entwässerungsanlage bzw. zur Änderung des Anschlusses

Wenn eine solche Anlage auf dem Grundstück errichtet wurde, trägt der Grundstückseigentümer die Verantwortung, dass die Anlage auch nach dem Stand der Technik betrieben wird. Dabei ist sicher zu stellen, dass das Abwasser aus abflusslosen Sammelgruben bzw. der Schlamm aus Kleinkläranlagen auch einer ordnungsgemäßen Reinigung zugeführt wird.

Abfuhrleistungen
Dazu schreibt die SAE die Abfuhrleistungen zur Entsorgung der abflusslosen Gruben und Kleinkläranlagen in der Landeshauptstadt Schwerin regelmäßig aus. Der neue Ansprechpartner ab 01.01.2018 für die Kunden ist die Fa. Heck-Humus Kompostierungsgesellschaft mbH.

 Abfuhrunternehmen 
 Heck-Humus
 Kompostierungsgesellschaft mbH
 Ludwigsluster Chaussee 55
 19061 Schwerin
 Tel: 0385 39 24 510
 Fax: 0385 39 24 513


Terminabsprachen müssen direkt zwischen dem Kunden und der Abfuhrfirma vorgenommen werden. Die Kosten für die Abfuhr trägt die SAE. Der Kunde erhält eine Rechnung gemäß § 8 bzw. 10 der AEB von der SAE.

Wird das Abwasser einer Kleinkläranlage auf dem eigenen Grundstück zugeführt, ist der Fäkalschlamm mindestens einmal im Jahr durch das von der Stadt beauftragte Abfuhrunternehmen entsorgen zu lassen. Den Auftrag für die Abfuhr muss der Grundstückseigentümer veranlassen. Für die Einleitung ins Gewässer benötigt der Grundstückseigentümer eine wasserrechtliche Erlaubnis. Die Erlaubnis wird durch die Untere Wasserbehörde erteilt.

Bei Entsorgung über eine abflusslose Sammelgrube wird das Abwasser einer Auffanggrube auf dem eigenen Grundstück zugeführt. Die Grube muss regelmäßig entsorgt werden. Auch hier muss sich der Grundstückseigentümer des von der SAE beauftragten Abfuhrunternehmens bedienen. Im April 2014 wurde in der Landeshauptstadt Schwerin eine Allgemeinverfügung zur Dichtheitsprüfung abflussloser Sammelgruben erlassen. Danach hat der Betreiber die Dichtheit der Sammelgrube nachzuweisen, in dem er durch einen Sachkundigen eine Dichtheitsprüfung durchführen lässt und den Nachweis der Prüfung innerhalb bestimmter Fristen an die SAE übergibt.