Klimaschutz

Die Kläranlage Schwerin-Süd ist einer der größten Stromverbraucher der Landeshauptstadt. Zur Energieoptimierung der Kläranlage wurde 2012 ein Klimaschutzteilkonzept „Klimafreundliche Abwasserbehandlung“ erarbeitet.* Ziel war es, durch Prozessanalysen und Umsetzung von Maßnahmen zur Energieeinsparung und -erzeugung den Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen dauerhaft zu senken und so einen aktiven Beitrag und Umweltschutz zu leisten. Bereits jetzt können der gesamte thermische und ein Großteil des elektrischen Energiebedarfs durch Eigenerzeugung auf der Kläranlage gedeckt werden. Das langfristige Ziel ist der energieautarke und damit CO2-neutrale Betrieb der Kläranlage.


Nach dem Wechsel der Belüftermembrane in allen 3 Belebungsbecken im Jahr 2014 erfolgte 2016 als weitere Maßnahme aus dem Klimaschutzteilkonzept der Austausch der Gebläsetechnik zur Erhöhung der Energieeffizienz der Belüftungstechnik.

2017 wurde die BHKW-Technik erneuert und eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 150 kWp errichtet. Im Jahr 2018 wurde eine Anlage zur Annahme von Co-Substraten in Betrieb genommen.

Die Eigenstromerzeugung auf der Kläranlage wird sich in den nächsten Jahren weiter erhöhen.


*) Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschtuz und Reaktorsicherheit konnte die Schweriner Abwasserentsorgung, Eigenbetrieb der Landeshauptstadt Schwerin (SAE) eine umfassende Studie zur Energieoptimierung für die Kläranlage Schwerin-Spd erstellen. Projektträger dieses Förderprojektes war der Projektträger Jülich. Die Bearbeitung erstreckte sich über den Zeitraum 01.09.2011 bis 31.08.2012. Neben dem Energieverbrauch der Kläranlage wurden über einen Betrachtungszeitraum von Januar 2008 bis Juni 2011 die Belastungsverhältnisse analysiert und eine Energie- und CO2-Bilanz erstellt.